„Homosexualität ist vor allem eine Beziehungsstörung.“

Mir wurde ein bisschen schlecht als ich die Broschüre der Freien evangelischen Gemeinde zum Thema Homosexualität öffnete. Sieht genauso aus wie die zum Thema „sexuellem Missbrauch“. Und das war unterirdisch. Dazu aber ein anderes Mal etwas. Warum lese ich sowas? Einmal, weil ich es wichtig finde, zu wissen, was solche Menschen jenseits von kreuz.net schreiben, wie offensichtlich das ist. Und dann bin ich persönlich immer mal wieder in Kontakt mit Menschen dieser Gemeinde. Auch in deren Räumen, wo mir bisher eh schon übel wurde. Das macht diese Broschüre jetzt nicht besser. Aber so habe ich etwas Handfestes, falls ich über offenen Streit nachdenke. Es ist nicht neu oder unbekannt, aber mich verletzen diese Worte (vielleicht auf Grund der persönlichen Nähe) trotzdem sehr. Wie können Menschen (mit denen ich groß wurde) nur all das in Frage stellen, woran ich glaube, was mir wichtig ist? Scheißkack-Christen-Homophobie. Das ist Gewalt. Keine Menschenliebe.

Zunächst wird in dieser Broschüre was von Verfolgung Homosexueller im Nationalsozialismus geschrieben, inklusive vieler Paragraphen. Und dann endet die Einführung mit

„Sind die Kirchen in der Vergangenheit oft durch Unkenntnis und Unverständnis schuldig geworden, weil sie Menschen ablehnten und verurteilten, die zutiefst persönliche Zuwendung brauchten, so stehen sie heute in der gegenteiligen Gefahr. Manche lassen sich ungeprüft ein schlechtes Gewissen einreden.“(2)

Zeitpunkt, sich einen Kotzeimer zu holen. Wer lässt sich denn ein schlechtes Gewissen einreden? Wenn Gewissen da irgendwie auch nur ein bisschen was mit zu tun hat, dann doch wohl ein Gutes…
Weiter geht es damit, Homosexualität zu definieren:

„Am überzeugendsten erscheint uns nach wie vor die Erklärung, Homosexualität als Störung in der komplexen Entwicklung der Geschlechtsidentität zu verstehen.“ (3)

Okay, auch nichts neues. Eine Störung, eine Krankheit. Das ist, was wir von Evangelikalen kennen.

„Dass die Veränderung der homosexuellen Neigung ein schwieriges und mühsames Unternehmen ist, ist kein Grund zur Annahme, es handle sich um ein unabänderliches Persönlichkeitsmerkmal. Auch bei anderen psychischen Problemen wird eine Heilung nur bei einem Teil der Klienten erreicht.“ (4)

Die Frage ist da einfach nur, wo mit der Kritik ansetzen? Homosexualität ist keine Krankheit. Es ist auch nicht erstrebenswert eine homosexuelle „Neigung“ zu ändern. Psychische Krankheiten sind auch nur konstruiert. Bin beeindruckt, wie viele Fails in so wenig Zeilen passen.
Im Folgenden geht es darum, warum Homosexualität eine besonders schreckliche Sünde ist.

„Paulus hebt die praktizierte Homosexualität als Kennzeichen der sittlichen Zerrüttung besonders
hervor, weil das Elend faktischer Gottlosigkeit am intensivsten am eigenen Leib erfahren wird, nämlich als unbefriedigende Leere, die sexueller Egoismus hinterlässt.“ (5)

Ich weiß immer nicht wo die her haben, dass Homosexualität unbefriedigend ist. Wie viele (z.B. evangelikale) Frauen kommen in den so tollen Ehebetten nicht dazu ihre Lust ausleben zu dürfen? Patriarchat und so. Und dann kommt noch ein Wust mit Knabenliebe, natürlich, darf in so einem 11-seitigem Fail-Kackmist nicht fehlen. Zitiere ich lieber nicht.
Dafür sei nochmal auf die Einzigartigkeit von Mann und Frau hingewiesen:

„Beide brauchen die Ergänzung durch das andere Geschlecht und entsprechen in dieser Ergänzung der Bestimmung zur Gottebenbildlichkeit.“ (6)

Jetzt kapiere ich auch, warum auf der Hochzeit er ihr versprochen hat für sie zu sorgen und sie ihm versprochen hat, seine Ergänzung zu sein. Ich dachte, das wäre Satire.

Weiter geht’s. Die FeG stellt fest, dass sie Homosexualität einfach nicht als gleichwertig betrachten kann.

Daher ist „ein wertfreies Verständnis der Homosexualität im Sinn einer „Laune der Natur“ oder einer „gleichwertigen Variante der vielgestaltigen Sexualität“ nicht möglich. Die schöpfungsgemäße Bestimmung der beiden Geschlechter lässt praktizierte Homosexualität als Verkehrung der von Gott gewollten Ordnung erscheinen.“

Dabei behauptet das mit der Laune der Natur heute doch kaum noch eine. Wie abwertend das schon klingt. Also echt mal, da wunder sich noch eine_r, dass ich dem Glauben abgefallen bin. Ich schwör, ich war wirklich mal religiös. Bin so erzogen worden. Wenn auch anders. Aber als ich dann lernte, was Menschen alles so unter dieser Ordnung von diesem Gott fassen, herje, ne, da wars für mich vorbei. Kein Platz in der Zweigeschlechtlichkeit und Zwangsheterosexualität für mich. Aber:

„Homosexualität ist vor allem eine Beziehungsstörung.“ (7)

Wenn wir nicht praktizieren, müssen wir lieb gehabt werden. Wie nett.
Und wenn sich die Orientierung gar nicht ändern lässt, dann gibt’s nur strikte Enthaltsamkeit.
Wenn es noch Zweifel gab, dass der Verein missionarisch unterwegs ist…

„Dagegen halten wir es für falsch, Homosexualität als humanes Fixum anzusehen, das staatlicher Gestaltung, Förderung oder gar staatlicher Privilegierung bedürfte.“ (10)

Eingetragene Lebenspartnerschaft als Privileg zu bezeichnen ist mal wieder voll am Thema vorbei. Der Versuch, Diskriminierung zu vermindern schafft noch lange kein Privileg. Aber was wissen Evangelikale schon von Positionierungsdebatten…
Und da wird’s auch wieder wirklich ernst. Der missionarische Gedanke der FeG heißt in dem Fall, auf Gesetze einzuwirken, Rechte für Homosexuelle (und Trans*menschen sowieso) zu verhindern.

„Insofern befinden sich homosexuell empfindende Menschen in einer vergleichbaren Lage wie heterosexuell empfindende Personen, die gerne heiraten würden, aber den passenden Partner nicht finden: Sie sind aufgerufen zu einem schwierigen Gehorsam, der sie möglicherweise viel kostet.“(11)

Äh ja. Auf Grund der eigenen Homosexualität abgelehnt zu werden (oh falsch, geliebt, nur wenns auch ausgelebt wird ists ja böse) ist dasselbe wie keine passende Parter_in zu finden. Äh.
Wenn die wüssten, dass wir genauso wie Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität auch noch Ehe und Zweierbeziehungen in Frage stellen… Dass es keine festen Identitäten gibt, sondern eine große Spielwiese an Möglichkeiten (wenn sie nicht ständig durch Gewalt eingeschränkt werden würde…)
Um meine Fragen am Anfang zu beantworten: Die Broschüre ist sehr offensiv. Natürlich. Ich werde alle FeG-nahen Menschen damit konfrontieren müssen, falls ich mich wieder mal in einem Raum aufhalten muss. Sonst muss ich heulen oder kotzen. Vielleicht beides vor Wut.

Schweigsamer Gehorsam.
Gut, dass das nicht meine Regeln sind.

19 Gedanken zu „„Homosexualität ist vor allem eine Beziehungsstörung.“

  1. ryuu

    Ach ja, und homosexuelles Begehren = gestörte Geschlechtsidentität – aber das ist ja nur ein fast schon vernachlässigbarer Teil der Kackscheiße.

    Ganz davon abgesehen, in der griechischen Antike war das mit der Knabenliebe vielleicht so (damals gängiges Modell: erwachsener Mann + Junge/Jugendlicher mit klarem Machtgefälle und klarer Abwertung von sexueller Passivität).
    Aber historisch begründete Kritik (die Bibel ist auch nur ein Buch!!!) ist in den Kontexten wohl eine stumpfe Waffe.

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  2. Felicitas

    Homosexualität ist eine Modeerscheinung.
    Bestes Beispiel wäre eine Frauenfussballmannschaft, bei der zu Beginn nur einige Wenige, nach ein paar Jahren aber die ganze Mannschaft homosexuell ist.
    Sie bietet den Leuten, denen Zugang zum anderen Geschlecht schwerfällt, eine Möglichkeit sich als was “Besonderes” darzustellen, als “Interessant” auf ihr Umfeld zu wirken.
    Letzten Endes wird sie toleriert, sollte aber dennoch nicht überbewertet werden.
    Mode kommt und geht.

    Die Broschüre als Kackscheisse zu bezeichnen ist obendrein einfach nur Infantil.
    Aber es gibt ja immer paar verirrte Seelen, die sich über Alles und Jeden aufregen werden. Nicht weil sie es müssen, sondern weil sie es können.

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    1. ychromosom

      @Felicitas
      Homosexualität ist mitnichten eine Mode (sprich ein kulturelles Phänomen) sondern sie geht sogar weit über Säugetiere hinaus.
      Bitte nenne mir doch die konkrete Fussballmannschaft, auf die du dich beziehst. Oder gibt es die etwa garnicht? Wovon ich ausgehe, da du von “einer” sprichst, nicht von “der”. Aber dann bleibt dein Beispiel nunmal reine Fiktion.
      Homosexualität ist uns breit durch die Geschichte überliefert. Sei es, in deskriptiven Quellen, oder in Rechtsgeboten (Wie beispielsweise der Bibel). Nun könnte man natürlich sagen, immer dann wenn Homosexualität gerade Mode war, produzierte die Geschichte eben entsprechende Nachweise. Doch dann wäre dies ziemlich oft der Fall.
      Die Wissenschaft tut sich recht schwer, eindeutige Kausalitäten für sexuelle Orientierungen zu finden. Was macht Dich so sicher, dass sie kulturell erworben wird? Was ist denn Dein oberstes Normativ von Wahrheit? Ist es die Bibel oder eine andere metaphysische Schrift? Meines ist jedenfalls, dass wir Menschen bisher nichts Sinnvolleres für unseren Wissenserfassung und Selbstbetrachtung gefunden haben als Wissenschaft und Forschung, selbst wenn Menschen die diese betreiben sich nicht immer lösen können von Ideologien, politischen Interessen oder metaphysischem Nonsens ihrer Zeit.

      Was bitte meinst Du mit überbewerten?
      Schwule (und ich nehm an auch Lesben) haben alle(?) einen Prozess hinter sich, in dem Sie sich klar wurden, dass das, was sie möchten sich (und sie) von einer normativen Masse unterscheidet und sie deswegen mehr oder weniger angefeindet werden oder worden wären, sofern sie es denn offen gemacht hätten, oftmals sogar von den eigenen Eltern. Und nun kommst Du daher und erzählst uns, die machen das (mehrheitlich) ja nur, um sich “interessant” zu machen, weil sie beim anderen Geschlecht zu unsicher sind?
      Ganz ehrlich, wie viele Schwule oder Lesben kennst du?
      Mit wie vielen hast Du intime Gespräche geführt, bzw wie viele zählen dich zu ihren Freunden?
      Sie sind wahrlich kein Randphänomen mehr, im Gegensatz zu evangelikalen Christen. Zumindest in unserem Sprachraum. Und haben in unserer Gesellschaft ein deutlich höheren politischen und kulturellen Impact.

      Diese Fäkaltautologie ist in der Tat infantil. Steinmädchen hat den Begriff aber nicht erfunden. Es ist (ich möge korrigiert werden, wenn ich da falsch liege und formuliere das mal bewusst provokant) ein Wort, das innerhalb einer idiologisch-feministisch diskutierenden Subkultur für das Handeln des Feindbildes angewendet wird. Dementsprechend interpretiere ich diese Vokabel, genau wie Steinmädchens geschilderte gastrologische Symptome als Ihre Aussage, sich die Freiheit zu nehmen, zu der Broschüre und mit deren Autoren und Anhängern nicht sachlich diskutieren zu wollen, was ihr gutes Recht ist. Ist halt ihr Blog, der evtl. auch dafür da ist, sich aufzuregen, bzw sich auszukotzen,so gut kenne ich ohn aber noch nicht, um das einzuschätzen. (“Kotzscheisse” bleibt aber über ein sich Luft machen hinaus eher unkonstruktiv konfliktsuchend)

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  3. Tina

    War auch ca. 10 Jahre in der Szene unterwegs und kann sie nicht mehr ernst nehmen. Geht aber für mich auch relativ leicht, da ich mit niemandem aus der Szene mehr viel Kontakt habe. Deren Ansichten sind schon ziemlich skurril und eigentlich auch in sich nicht schlüssig, aber wer im System steckt, merkt das kaum. Sich da ‘rauszuarbeiten geht m.E. nur, wenn die eigene Persönlichkeit nicht genug zu den Vorstellungen passt. Und selbst dann bleibt als Gegengewicht das Aufgehobensein in der Gemeinschaft.

    Wünsche Dir viel Erfolg und Kraft bei der Konfrontation!

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  4. ychromosom

    @Steinmädchen
    Ich hab meine komplette Kindheit und Jugend in der Diskussion Evolution vs. Schöpfung verbracht, inklusive entsprechenden Aspekten von Sexualmoral in einer liberalen Gesellschaft. Mein Ergebnis ist schlicht, dass es wenig Sinn macht, wenn die Grundannahmen und Wichtigkeiten derart verschieden sind. Diese bleiben im wesentlichen unversöhnlich, abgesehen, von der Möglichkeit, dass beide Seiten sagen können: Glaub Du an Dein Ding, ich an meins, da werden wir uns halt nicht einig. Ein Familienstreit wär mir die Sache (heute) nicht mehr wert. Aber das hängt natürlich auch von der Familie selbst ab. Die einzige Möglichkeit für eine fruchtbare Diskussion (durch gute Argumente der Gegenseite wird die eigene Position überdacht) wäre, von einem sexliberalen christlichen Standpunkt aus zu argumentieren. Das würde mir, der keinen christlichen Glauben hat, allerdings schwerfallen. Erfreulicher Weise gibt es aber auch Strömungen unter Christen, die schwullesbische Beziehungen bejahen und eine innerchristliche Diskussion führen.
    Die Gewalt, die Du beschreibst, vermag ich (noch) nicht zu erkennen. Vielleicht hast Du ja Lust, darauf genauer einzugehen. Ausgelebte Homosexualität in ihren Reihen abzulehnen ist erstmal gutes Recht einer Religionsgemeinde. Wie ich schon obiger Fruchtbarkeitsgöttin schrieb, haben jene Kreise weniger Einfluss auf unsere Politik und Kultur als LBGT-Interessen (auch wenn sie kürzlich den Bundespräsidenten stellten). Niemand (erwachsenes) ist gezwungen, daran Teil zu nehmen und vermutlich würden die allermeissten Schwulen und Lesben in meinem Bekanntenkreis die Broschüre amüsiert wegwerfen. Etwas anders verhält es sich, wenn ein schwul/lesbischer Teenager in dieser Gruppe aufwächst. Demder Heteroteeny dort wird die Auslebung, bzw das reale Entdecken der eigenen Sexualität zwar genauso moralisch verwehrt, allerdings mit der Aussicht auf Sex innerhalb der Ehe und einer unterstützteren Identitätsfindung. Appropos Identitätsfindung. Es gibt bestimmt Leute da draussen, die unglücklich sind, mit ihrer eigenen Homosexualität, z.B. weil ihnen ihre Bibeltreue wichtiger ist. Wer das meint, soll sich halt einer entsprechenden “Therapie” unterziehen. Nicht dass ich mein, dass mensch dort gut aufgehoben wäre oder ich von einem potentiellen “Erfolg” überzeugt wäre, aber mir steht auch nicht zu, zu meinen, ich könne besser beurteilen, welcher Weg für wen der richtige ist. Den muss halt jeder für sich selber finden.
    Wenn mein Welt- und Menschenbild bibelwörtlich aufgebaut wäre, wärs nur konsequent, Homosexualität als Störung zu betrachten. Nun muss man aber eine Störung nicht zwingend über ihre Normabweichung definieren, sondern kann das auch z.B. über Leidensdruck. Hier ist dann die Frage, wie viel Leid wird von Aussen, z.B. durch Spott generiert und wie viel durch den inneren Konflikt mit einer adaptierten Religion oder Menschenbild. Spöttisch erleb(t)e ich evangelikale (und sonstige) christliche Gemeinschaften allerdings explizit nicht, im Gegensatz zu ganz anderen Gruppen die Homosexualität ablehnen, wie z.B. einschlägige Studentenverbindungen, Militär oder schlicht die Mainstreamjugendlichen auf dem Schulhof. Evangelikale Christen betrachte ich mittlerweile bestenfalls als einen banalen politischen Gegner. Erst recht, wenn es sich um die eigene Familie handelt, macht es keinen Sinn, sich drüber aufzuregen. Kannst Du natürlich, kostet bloss in der Auseinandersetzung mehr Energie als du Dir hier Luft verschaffen könntest. Glauben, auch Homosexualität ablehnender, fällt erstmal unter Religions-Freiheit, und die ist bekanntlich immer auch die des Andersdenkenden.
    Alles Gute!
    Ychromosom

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  5. Steinmädchen

    “Es gibt bestimmt Leute da draussen, die unglücklich sind, mit ihrer eigenen Homosexualität, z.B. weil ihnen ihre Bibeltreue wichtiger ist.” So einfach sehe ich das nicht. es gibt eben auch andere, nicht fundamentalisitische Bibelauslegungen. Sonst dürfte sich auch niemand raiseren oder ein Bein nachziehen oder blutiges Fleisch essen. Die Bibelauslegung der Evangelikalen ist selektiv.

    “Glauben, auch Homosexualität ablehnender, fällt erstmal unter Religions-Freiheit, und die ist bekanntlich immer auch die des Andersdenkenden.” Homosexualität für sich persönlich abzulehnen ist zwar absurd, aber trotzdem eine Sache. Missionarisch Gesetze bestimmen zu wollen, ein andere.

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  6. Lea

    Ich könnte kotzen.

    … Und zur Diskussion hört “Andersdenkenden” und eine “Meinung haben” auch irgendwann auf, das ist nicht unbegrenzt okay. So wie Neonazi sein keine Meinung ist sondern ein Verbrechen.

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    1. ychromosom

      Gedankenverbrechen und Niven’s Law? Na Toll
      Zu deinen gastroenterologische Symptomen. Sei froh, dass Du’s nicht kotzen musst (sondern nur könntest). Ich hab grad nach ner Fischvergiftung hinter mir und nach der Diskussion hier festgestellt, lieber ein Abend als Homosexualität Praktizierender unter Evangelikalen als ‘ne Nacht lang kotzen. Ich kenn durchaus beides.

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    1. Steinmädchen

      Ich kenn mich da nicht so genau aus, aber das ist ja diese krude Unterscheidung zwischen “Gott hasst die Sünde aber liebt den Sünder”
      Damit lässt sich so ziemlich alles zurechtbiegen.
      Und mit dem Begriff Bestimmung wird ja gearbeitet. Das sich erst zur Zweit die Bestimmung dieser Ebenbildlichkeit erreichen lässt. Oder so.
      Ein bisschen lustig zu versuchen sich eine Logik in dieses fundamentalisitische Glaubenssystem reinzudenken 😀

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    2. ychromocarrier

      Sorry, dass ich beim nochmal überfliegen nicht drauf komme. Wie kommst du im Rahmen dieses Artikels und seiner Kommentare auf Gottesebenbildlichkeit?
      Die Gottesebenbildlichkeit (des Menschen) ist ja vor allem ein Konzept des alten Testamentes. Bei den Evangelikalen (uns spätestens hier sollte man mal erwähnen, dass es DIE Evangelikalen auch nicht gibt), wie den meissten christlichen Strömungen gilt eher, nach Jesus Vorbild zu leben. Und Dieser ist Ebenbild (oder freier, fleischgewordenes Abbild) Gottes. (Mir ist nicht bekannt, dass dieser explizit Homosexualität irgendwo abgelehnt hätte, das hat vor allem Paulus).
      Die Gottesebenbildlichkeit im alttestamentarischen Sinne, sprich, sich die Erde untertan zu machen (aka Schöpfungsverantwortung), ist ja zunächst mal etwas dem Menschen mitgegebenes und nichts, was er noch erreichen oder anstreben könnte.

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