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Glitzerkleber und Lebenspläne

Einfach weil neulich neu gekauft. Und weil ich am liebsten alles damit bemalen würde. Und weil das bestimmt toll glitzert in einem der nächsten Filme. Einfach weil Glitzer.
Da ich festgestellt habe, dass ich die ganzen Auseinandersetzungen mit Kackscheiße doch recht anstrengend finde und die Raumfahrt noch nicht erfunden ist und das innerliche Wegbeamen häufige Nebenwirkungen verursacht dachte ich, ich brauche neue Pläne.
Nach meinen neuen Plänen beschäftige ich mich nur noch mit Kekse backen, Nailartseminaren und zum Aufregen mit den kurzen Grünphasen bei Ampeln. Hab ich mir so überlegt.
Und dann kam mir der Glitzerkleber dazwischen. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Außer, dass Glitzer immer gut ist.
Oder ich versuche es doch mit Kekse backen. Leider verbrennen mir die immer.
Verbleiben die Nailartseminare (irgendwie kann ich das gar nicht tippen) und Grünphasen bei Ampeln. Ob das mit Glitzer kombinierbar ist?
Ja, ich glaube das geht.
Ich entscheide: Alles ist gut.
Dank Glitzerkleber.

Feminismus macht glücklich

Feminismus macht glücklich.
Gern fände ich mehr Worte dafür, würde es beschreiben können, wie das ist wenn dieses Glücksgefühl kommt, wenn ich auf einer Riot Grrrl Party bin und coole Frauenstimmen durch den Raum wummern an dessen Wänden feministische Transpis hängen.
Wenn Arschlöcher auftauchen, starren, grapschen, kommentieren – und es nicht die Party ruinieren muss, weil wir sie (mal mehr mal weniger einfach) vor die Tür setzen. Und es nicht ich bin, die ihren Raum aufgeben muss, die ihren Atem suchen muss und dann mit einem extrem schlechten Gefühl nach Hause geht. Weil ich nicht zu Boden gucken und Blicken ausweichen muss und nichts akzeptieren muss, was mir wehtut, mich schlecht fühlen lässt. Klar, dabei geht es um Partys. Erstmal vielleicht nicht das Wichtigste im Leben. Aber mir ist es wichtig. Weil ich Musik liebe. Weil ich gerne tanze. Weil ich gerne mit Freundinnen unterwegs bin. Weil ich mich freue wenn sich auch ander Frauen freuen um wohl fühlen. Wenn ich mich ab und zu traue ein bisschen vorsichtig zu flirten. Oder auch nicht.

Feminismus macht glücklich, weil Empowerment dahintersteht. Empowerment, Solidarität und Parteilichkeit. Natürlich ist nicht alles gut, und manche Diskurse bringen mich auf die Palme. Aber ich lerne Wut durch Feminismus. Mich durch „sei nicht so aggressiv“ nicht zum schweigen bringen zu lassen. Zu lernen, dass mein Körper nicht den Regeln gehorchen muss, die diktiert und aufgezwungen werden, auch wenn es wohl ein langer Prozess ist, dass selbst auch anzunehmen, umzusetzen. Aber dass es die Möglichkeit gibt. Den Support.
Feminismus ist auch viel Arbeit, kämpfen gegen Ekelhaftes, gegen eine absolute dominante Malekultur, gegen herrklären, abschwächen und relativieren, sich Gewaltstrukturen bewusst zu machen, anzugreifen. Und dann, wenn ich erschöpft bin von der Arbeit und von dem Alltag außerhalb einer pinken Blase, wenn ich dann abends auf ein Konzert, auf eine Party gehen kann und der Bass wummert in feministischer Stimmung – ja dann überfällt mich manchmal so ein Wohlbefinden und ich denk dann nur: Feminismus macht glücklich.